Feuerwerk verursacht Todesängste

Viele kennen Hunde und Katzen, die verängstigt auf die Knallgeräusche um Sylvester herum reagieren. Doch sie sind nicht die einzigen – Wildtiere und insbesondere Vögel geraten teilweise in Lebensgefahr durch unser Sylvesterritual. Für Tiere stellen der ungewohnte plötzliche Lärm und die fremden Gerüche eine lebensbedrohliche Situation dar.

Ein internationales Forscherteam aus den Niederlanden hat schon vor einigen Jahren auf beeindruckende Weise demonstriert, dass Hunderte oder sogar Tausende Vögel vor Angst „in die Luft gehen“. Kurz nach Mitternacht sieht man auf Radarbildern, dass die Tiere bis zu 500 m hoch fliegen und dort vor Angst und Schreck bis zu 45 Minuten bleiben, bevor sie sich wieder herunterwagen. Das kostet die Tiere viel Energie, die sie gerade im Winter nicht unbedingt haben.

Darüber hinaus können Vögel, genau wie Menschen, nachts nicht besonders gut sehen und sind deshalb nicht in der Lage, einfach wieder zu ihrem Schlafplatz zurückzukehren. Rauchschwaden und die blitzenden Lichter führen zur Desorientierung. Außerdem kommt es durch das schlechte Sehvermögen auch zu Kollisionen untereinander oder bei der Rückkehr mit Bäumen oder Ästen, was zu Verletzungen und manchmal sogar zum Tod führen kann.

 

Diese Radarbilder verdeutlichen das Problem

Bildquelle:  http://beheco.oxfordjournals.org/content/early/2011/07/09/beheco.arr102/F1.large.jpg