Freddi

Hallo liebe Tierheim-Mitarbeiter,

mein neuer Katzenpapa Gunnar meint, ich soll Euch mal schreiben. Vielleicht freut ihr Euch, von mir zu hören. Erinnert ihr Euch noch an mich: ich bin das Fundtier Nr.2
und ihr habt Peanut zu mir gesagt. Hier in meinem neuen Zuhause heiße ich Freddi.
Dort sollte ich meinen neuen Stiefbruder Max aufmuntern, der sehr traurig war, weil sein Bruder Moritz Anfang April überfahren wurde. Max und ich sind ungefähr gleich alt.

Auf der Fahrt von Lüneburg nach Hanstedt war ich ganz still. Am ersten Tag habe ich hauptsächlich unter dem Sofa gesessen, aber nach drei Tagen habe ich zum ersten Mal mit meinem neuen Bruder gespielt. Der ist jetzt ganz glücklich und lebt wieder auf. Manchmal hauen wir uns noch, meist ist das Spaß, aber nachts gehen wir gemeinsam durch die Katzenklappe und fangen für unseren Katzenpapa Mäuse, die wir ihm dann in den Flur legen.

Vor der vierzehnjährigen alten Katzendame Lori habe ich immer noch ein bisschen Angst. Aber da bin ich selber Schuld: als ich sie in den ersten Tagen ärgern wollte und sie gejagt habe, ist sie gleich weggelaufen. Aber später lauerte sie mir auf und hat mich gehauen und angefaucht. Jetzt sitzen wir beim Essen still nebeneinander.

Ich schlafe gerne auf der Katzenhöhle im Wohnzimmer vor dem großen Fenster. Vorher lag dort immer der Moritz, aber der Platz ist ja nun frei. Mein Katzenpapa freut sich, dass der Platz nun wieder besetzt ist.
Meine Metallplatten aus dem kaputten Bein bin ich inzwischen auch los. Ich bin zwar vorher schon mit meinem Stiefbruder durch den Garten getobt, jetzt kann ich aber noch mehr Blödsinn machen.

So, dass war`s für erste. Damit ihr seht, wie wohl ich mich fühle, schickt mein Katzenpapa ein Foto mit.

Euer Freddi

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