Lynes & Lucky

Liebe Mitarbeiter/-innen des Tierheims,

nun sind wir – Lynes und Lucky – seit gut einem Jahr in einer lieben Familie untergekommen und haben viel erlebt. Deshalb möchten wir euch nun endlich mal schreiben und erzählen, was alles in dem letzten Jahr passiert ist.

Mal liegen wir gemütlich beieinander und dann toben wir gemeinsam durchs Haus und spielen fangen. Dabei müssen wir uns auch schon mal ordentlich anfauchen, aber haben viel Spaß.

Lucky hat gleich an Heilig Abend den Weihnachtsbaum erklommen und oh Schreck, ein paar Kugeln fielen runter und gingen auch leider zu  Bruch. Später fand er es zwischen den „Tisch-Kicker-Männern“ gemütlich und sich dort vor mir – Lynes – in Sicherheit gebracht.

Seit Ostermontag dürften wir den Garten und alles andere draußen erobern. Dabei war Lynes so neugierig, dass er beim ersten größeren Ausflug scheinbar nicht unser Zuhause gefunden hat. Liebe Menschen aus der weitläufigeren Nachbarschaft haben ihn „eingefangen“ und bei euch im Tierheim vorbeigebracht. Dort habt ihr ihn erkannt und das Auslesen des Chips hat Gewissheit gebracht. Die lieben Menschen wussten gleich, als sie den Namen unserer Familie gehört haben, wo Lynes zu Hause ist und haben ihn zurückgebracht.

Es ist sehr schön hier. Wir dürfen, wann immer wir wollen, rein und raus. Gelegentlich bringen wir „Geschenke“ von unseren Ausflügen mit. Was wir nicht ganz verstehen ist, dass wir die Geschenke nicht mit bis in die Küche oder allgemein mit ins Haus bringen sollen. Da ist die Begeisterung nicht sehr groß.

Wenn unsere Familie in den Urlaub fährt, werden wir immer gut von Nachbarn versorgt. Bislang ist es noch nicht geglückt, dass wir unbemerkt in die Reisetasche krabbeln und sie uns unbemerkt mitnehmen.

Unsere Familie sagt über uns:

Lynes hat sich gut entwickelt. Anfangs hat er viel mit krallen und beißen reagiert, dies hat sich nun auch gelegt. Seine kleinen „Ticks“ sind noch da, aber er steht seinen Freunden in der Nachbarschaft in nichts nach. Lucky nutzt auch schon mal das Klettergerüst im Garten, geht mit seiner Familie spazieren und mauzt jämmerlich, wenn ihm die Umgebung unbekannt wird. Mancher sagt, dass wir uns wohl eher wie Hunde statt wie Katzen benehmen. Aber das ist uns egal.

Lucky ist noch immer der etwas Zurückhaltendere, lässt sich schon mal das Fressen vor den Augen wegfressen. Dafür ist er eine Samtpfote, die viel mitmacht. Streicheleinheiten genießt er still und wird es ihm zu viel, geht er einfach. Auch liegen auf dem Schoß oder auf den Arm nehmen sind nicht so seins. Er geht dann einfach fort ohne kratzen.

Lynes und Lucky

& Familie H. aus A.