Tierheim Lüneburg

Öffnungszeiten

Aufgrund der Corona-Krise können Besucher das Tierheim derzeit nur nach Terminvereinbarung betreten. Wer einen Termin hat, muss im Tierheim einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Telefon 04131 – 82424

Für Spenden steht ein Tisch zur Ablage draußen vor dem Tor. Wir bedanken uns an dieser Stelle, bei allen, die uns weiterhin unterstützen.

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Wenn Tierpflegende Gassi gehen

6. Türchen

Am heutigen Nikolaustag schlägt „Schnauzberts Winterreise“ vor, die Stiefel rauszustellen – allerdings nicht in der Hoffnung auf Süßes, sondern für einen schönen Sonntagsspaziergang. Unsere Hunde müssen darauf leider verzichten (zum Trost gibt es nachmittags eine Runde Hundekekse, thematisch auch sehr gut zum Nikolaustag passend), doch wir wollen das Thema Gassigehen trotzdem gerne aufgreifen. Mit unseren Hunde Gassi zu gehen, lastet nämlich nicht nur die Vierbeiner besser aus, sondern ermöglicht auch uns, unsere Schützlinge besser einzuschätzen. Da ist z. B. Odin, der schon so viel gesehen hat, dass er sich beim Gassigehen erst einmal nur auf sich konzentriert. Obwohl er sich ein bisschen schwer damit tut, sich auf Menschen einzulassen, ist das Eis schnell gebrochen, wenn er weiß, dass es raus geht. (Überhaupt mag er den Trubel im Hundehaus nicht, er ist mehr der harmoniebedachte Typ.) Er gehört zu den vielen Hunden, bei denen wir erleben, dass sie die Leinenführigkeit (wieder) lernen müssen. Odin ist da sehr kooperativ.

Das Gassigehen mit den ausgebildeten Tierpflegenden ist dabei für manche Hunde besonders wichtig. Unser Buddy darf beispielsweise aufgrund seiner Auflagen (u. a. Maulkorb- und Leinenzwang) nicht mit jedermensch das Tierheimgelände verlassen, sodass er oft (wie hier auf dem Foto) mit dem Freilauf Vorlieb nehmen muss. Auch das stört ihn in der richtigen Gesellschaft nicht, aber das Gassigehen nimmt damit natürlich einen besonderen Stellenwert für ihn ein.

So viele Hunde bereits temporär im Tierheim gelebt haben, so viele Geschichten gibt es auch bzgl. des Gassigehens. Von Hunden, die am liebsten gar nicht mehr in ihr Zimmer zurückgekehrt wären und von Hunden, die nach zehn Metern beschlossen haben, dass es ihnen für heute reicht und sie keinen Schritt weitermachen. Von Hunden, die den ganzen Spaziergang über die Nase nicht ein einziges Mal vom Boden heben wollten und von Hunden, die doppelt gesichert werden müssen, weil sie die ganzen Reize „dort draußen“ noch nicht kennenlernen durften und bei jedem Geräusch am liebsten davon gelaufen wären. Von Hunden, die ihren Stress nur durch das Laufen abbauen können und von Hunden, die lernen müssen, ihren Stress beim Gassigehen (etwa bei Hundebegegnungen) zu meistern. Trotz und wegen alldem ist jeder Spaziergang etwas Tolles, da haben wir bisher kaum Hunde (oder Menschen) etwas Gegenteiliges behaupten gehört. In dem Sinne wünschen wir euch einen tollen Winterspaziergang mit euren Fellnasen, und gerne auch einen Hundekeks obendrauf!

Hinweis: Wir beziehen die Inspiration zu unseren „Türchen“ von „Schnauzberts Winterreise“. Wie auf unserer Adventskalender-Seite beschrieben, unterstützt uns Schnauzbert mit 2€ pro Kalender, der über den Link http://www.schnauzbert.de/adventskalender/a/tierheimlueneburg gekauft wird.